Trockentäler und Antilopen-Safaris – Jordanien Geheimtipps

Jordanien – die ersten Gedanken, die im Kopf erscheinen, sind wohl bei vielen das salzreiche Tote Meer im Westjordanland und weite Wüstenlandschaften, durchsetzt von vereinzelten Beduinen-Behausungen und kleinen Kamelkarawanen, auf denen Besucher gemütlich über den Sand schaukeln.

Besonders berühmt ist auch die uralte Wüstenstadt Petra, die vom Volk der Nabatäer während ihrer Blütezeit in den bloßen Fels gehauen wurde. Hinter einer Sandsteinschlucht, auf Arabisch “Siq”, taucht das monumentale Schatzhaus (UNESCO Weltkulturerbe) auf. Abseits der Hauptwege lassen sich abgelegenere Winkel der Wüstenstadt entdecken. Ein kleines Siq, Teil eines alten Entwässerungssystems, führt nach einer kleinen Kletterpartie über rötlichen Stein zu kleinen Felsnischen, in denen einst die Nabatäer ihre Heiligtümer anbeteten.

Neben diesen unumstritten schönen Highlights, lassen sich in Jordanien noch so einige weitere Geheimtipps entdecken. Zum Wandern laden zahlreiche “Wadis” ein. Der arabische Begriff bedeutet “Tal” und bezeichnet Trockentäler, die häufig erst nach plötzlichen Starkniederschlägen vorübergehend Wasser führen.

Westlich vom Toten Meer liegt ein solches Wadi mit dem Spitznamen “das nasse Petra”. Das Wadi Numeira ist eine schmale Sandsteinschlucht.

Zwischen den farbenprächtigen Steilwänden schlängelt sich ein gemächlicher Bach in Richtung des Toten Meeres und legt nach und nach die bunten Gesteinsschichten frei.

Die Wanderschuhe knirschen auf dem kiesigen Flussbett und Wasser umspült plätschernd unsere Füße bis zum Knöchel. Beim Blick nach oben sehen wir an einer Stelle der Schlucht einen mächtigen hängenden Felsklotz, der zwischen zwei Steilwänden eingekeilt steckt.

Auf halber Strecke zwischen der quirligen Hauptstadt Amman und der Wüste Wadi Rum liegt das Dana Biosphärenreservat.
Vom steppenartigen Qadisiyah-Hochplateu auf 1.500 Metern Höhe überblicken wir weite Teile desgut 300 km² großen Parks. Er ist Heimat von 215 Vogelarten und 38 verschiedenen Säugetieren. Von den über 600 Pflanzenarten wurden 3 überhaupt nur innerhalb des Nationalparks gefunden. Durch 4 Vegetationszonen hindurch wandern wir vom subtropischen Hochplateau bis in die Wüste hinein.

Seltene Tierarten, wie dem nubischen Steinbock und der Streifenhyäne begegnen wir im Shaumari Wildlife Reserve. Gegründet von der Royal Society for Conservation of Nature werden hier seit 1975 besonders gefährdete und lokal ausgestorbene Arten gezüchtet und geschützt. Das Wadi Shaumari nimmt den Großteil des Reservats ein – es verläuft mitten durch das Herz des Schutzgebietes und gibt ihm seinen Namen. Dunkle Felswüste bedeckt rund ein Drittel des Parks mit schwarzem Lavagestein.

Wer behauptet, dass man für eine Safari nach Afrika reisen muss? In Safari-Jeeps mit erhöhtem Sitz erkunden wir den 22km² großen Park auf Fotojagd nach Gazellen, Antilopen und kleinen Herden asiatischer Wildesel. Begleitet wird die Tour von erfahrenen Guides, die ihr Wissen über Flora und Fauna teilen. Arabische Oryxantilopen mit ihren typischen, schwarzen Gesichtsmasken und geradlinigen Hörnern streifen friedlich durch das hohe Gras der Steppenlandschaft, während sich auf den warmen Felsen Wüstenagamen sonnen.

Jordanien lockt mit UNESCO Weltkulturerbestätten wie Petra und zahlreichen Naturschutzgebieten – auch abseits der touristischen Hauptwege lassen sich die Natur, Geschichte und Kultur des Landes erforschen.

Der Traum vom weißen Winter in der Slowakei

Knackig-kalte Winterluft, glitzernde Gebirgskämme und frische Wolfsspuren im Schnee. Die Westkarpaten locken in den Wintermonaten mit schneeverhangenen Wäldern und einer eindrucksvollen Tier- und Pflanzenwelt.

Weiße Weihnacht – sie sind und bleiben an vielen Orten Deutschlands ein Traum. Ganz anders sieht das in der Slowakei aus. Hier sorgt das kontinentale Klima von November bis in den April hinein dafür, dass weiße Flocken vom Himmel fallen. Im höchsten Gebirgsmassiv, der Hohen Tatra, fällt in manchen Wintern an 200 Tagen der Schnee. Die Slowakei wird im Norden durch den westlichen Karpatenbogen begrenzt, durch dessen Barriere nach Süden fallen die Temperaturen im Winter durchschnittlich auf frostige -10°C.

Dieses Hochgebirge ist die Heimat vieler seltener und hoch angepasster Tier- und Pflanzenarten, wie der Tatragebirgsgams, die nur hier vorkommt. Getrennt von ihren Cousins in den Alpen, entwickelte sich hier sogar eine eigene Murmeltierart. Unter Tage, im Karstgestein, durchzieht ein Höhlensystem Kalkstein und Dolomit. Mehr als 170 Höhlen wurden allein im Demänová-Tal in der Niederen Tatra bis heute entdeckt.

 

Nicht ganz so weit überm Meeresspiegel wie die Hohe Tatra, liegt der Nationalpark Mala Fatra, auch kleine Fatra genannt (“mala” = klein). Im Winter erstrahlt die mit Schnee bepuderte Mittelgebirgslandschaft wie die Kulisse für einen Märchenfilm. Die Kleine Fatra ist das Reich der Bäume – etwa zwei Drittel der 226,30 km² großen Kernzone des Parks sind bewaldet. Buchen- und Mischlaubwälder bedecken die sonnenexponierten Gebirgskämme. Fichtenschluchten werden von schroffen Steilwänden überschattet. In höheren Lagen wachsen knorrige Latschenkiefern, ebenfalls bekannt aus den höheren Alpenregionen. Der höchste Punkt des Parks ist der eindrucksvolle „Veľký Rozsutec”. Mit seinen 1.610 Metern ist der Kalksteinberg auch botanisch gesehen ein Höhepunkt – er gehört nämlich zu den artenreichsten Standorten der Slowakei.

Solch eine Vielfalt will bewahrt werden – seit 30 Jahren existiert der Mala Fatra Nationalpark und beheimatet die großen und kleinen Wildtier-Stars Nordeuropas. Beim Blick in den Winterhimmel ziehen Steinadler ihre Kreise. Aber auch Steinmarder, Fischotter und Wildkatze nennen die kleine Fatra ihr zu Hause. Die „großen Drei“ – Wolf, Bär und Luchs – kommen hier noch in ihren natürlichen Beständen vor. Im Winter stolpert man über ihre frischen Spuren im glitzernden Schnee. Sie meiden Menschen, weshalb der Wanderer meist nur ihre Trittsiegel zu Gesicht bekommt.


Die Mala Fatra ist nur dünn besiedelt, aber für Besucher gut erschlossen. Wir empfehlen den Nationalpark im Winter auf einer Schneeschuhwanderung mit einheimischen Wanderführern zu erkunden – sie kennen die Region und die Wanderrouten der Tiere besonders gut und können die Fährten der flauschigen Waldbewohner lesen und deuten.

Wer sich zu Hause zwischen Glühweinbuden und gebrannten Mandeln nach einem „richtigen“ Winter sehnt, der wird in der Slowakei seinen Traum vom verschneiten Winter finden.

 

Wie die Eisenbahn nach Äthiopien kam

Die Geschichte der ersten Eisenbahnlinie Äthiopiens ist eng verbunden mit Alfred Ilg, einem Schweizer Ingenieur der den äthiopischen Kaiser für seine Vision gewinnen konnte und die Dampflok ans Horn von Afrika brachte. Fast 100 Jahre danach verlieren sich die historischen Spuren im wirtschaftlich boomenden Äthiopien, doch einige wenige Denkmäler erinnern an diese einzigartige Ingeneursleistung.

Eine Begegnung mit der Geschichte der äthiopischen Eisenbahn auf der Stadtrundfahrt durch Addis Abeba. Eine Momentaufnahme von unserer Reise durch Nordäthiopien.

Bahnhof Addis Abeba

Das Hauptgebäude des Bahnhofs in Addis Abeba wurde 1929 fertiggestellt (Foto: Christian Sefrin)

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Naturerlebnis in der Mala Fatra

Vor einiger Zeit meldete ich mich bei Via Verde für eine Wanderreise in die Slowakei an. Ich wollte eine Woche tief in der europäischen Natur verbringen und hatte die Hoffnung, Luchse und Bären zu sehen, wie es in der Reiseankündigung so schön beschrieben war.

Das Naturschutzgebiet Mala Fatra in der Slowakei ist eine sehr ursprüngliche Berglandschaft mit viel Wald und ich freute mich auf geführtes Wandern, Natur- und Tierbeobachtungen.

Das erste außergewöhnliche Exemplar, das mir begegnete, war aber kein Luchs und auch kein Bär, sondern Vlado Trulik, der erfahrene Reiseleiter und Naturschützer, der diese Gruppe wie immer begleitete.

spiese-frs-mittagessen_kleinEin Original: Vlado Trulik

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Aserbaidschan 2017 – 1. Tag Boarden

Von Birgit Heinichen

Mein erster internationaler Lufthansa Flug – Baku direkt ab Frankfurt. Kein Umstieg in Richtung Kaukasus: „Premiere“!!! Alles geht gut: pünktlich am Bahnhof, pünktliches Boarden, pünktliche Abfahrt des Busses zum Flugzeug……30 Minuten warten im Bus vor dem Flugzeug und dann … geht es inklusive einer ausführlichen Rundfahrt über das Flugfeld und die benachbarten Gebäude wieder zurück zum Gate!?!

Flug nach Aserbaidschan
Flug nach Baku

In Richtung Baku  herrscht schlechtes Wetter, der Pilot muss deswegen nachtanken, 14 Passagiere des voll besetzten Fliegers müssen am Boden bleiben. 400 € Entschädigung, wenn Sie den gleichzeitig startenden Flug über Istanbul nach Baku nehmen! Gefühlte 100 Aserbaidschaner stürmen gleichzeitig zum Desk der Lufthansa und wedeln mit Ihren Pässen. Die 6 zur Verfügung stehenden Flüge mit der Turkish Airlines sind rasch besetzt. Nun ginge es noch mit Flügen über Moskau mit Aeroflot. Ankunft am nächsten Morgen um 07:00 Uhr. Gähnende Leere…

Es dauert 1 Stunde bis dann auch die letzten Passagiere gefunden wurden, die mit der Geldentschädigung und einer luxuriösen Hotelübernachtung geangelt wurden. Endlich geht es los und … die ganze Aktion hat mir dann einen Fensterplatz eingebracht, statt des für einen nicht Online-Eincheckenden übrig gebliebenen Rest-Mittelplatz.

Bei schönstem Wetter und nach einem weniger ruckelnden Flug als gedacht, lande ich dann in mit 2 Stunden Verspätung gegen 22:00 Uhr in Baku.

Die Welt ist das Ziel