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Iran im Juni – Auf dem Pfad der Karawanen

Die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel als wir uns auf den Weg in die Halbwüste machen. Mit dem Auto folgen wir alten Karawanenroute.

An der Bahnstation von Badrud treffen wir in seinem Wärterhäuschen auf einen freundlichen Bahnbeamten. Bei einem Glas Tee und frischen Aprikosen, die er uns schenkt, kommen wir ins Gespräch über die Besonderheiten des Bahnfahrens im Iran. Wir besuchen den sehr gepflegten Bahnhof irgendwo im Nirgendwo, da er innerhalb unserer Gruppenreise Abfahrtort für die Zugfahrt nach Yazd ist. 

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Auf der Autobahn in Richtung Isfahan kommen wir an zahlreichen alten Karawansereien vorbei. Einst wurden sie entlang der Handelsstraße im Abstand von gut 30 Kilometern erbaut – genau die Distanz, die ein Kamel pro Tag zurücklegt. Heute sind viele der Gebäude verlassen, doch einige werden zu Unterkünften ausgebaut. In der Karawanserei von Kuhpayeh übernachten Gäste in denselben Gemäuern in denen früher die Kaufmänner mit ihren Familien und Reittiere untergekommen sind.

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Viele Iraner verlassen die ländlichen Regionen, um in die modernen Großstädte zu ziehen. Mitten in der Halbwüste besuchen wir eine dieser alten Städte. Einst waren die Tonnengewölbe der traditionellen Lehmbauten innerhalb der Festungsmauer bewohnt.

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Heute leben nur noch einige Familien hier. Hühner laufen gackernd um die Füße eines älteren Herren. Tief lässt er ein langes Seil in den steinernen Brunnen sinken, um kühles Wasser zu schöpfen. Er und Mahmoud, unser Reiseleiter, plaudern auf Farsi und der Herr verkauft uns einige frische Eier für das Frühstück am nächsten Morgen.

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Es ist eine Stunde vor Sonnenuntergang als wir mit dem Jeep in der Nähe von Varzaneh in die Wüste von Dasht-e-Kavir fahren. Im Abendlicht tollen wir über die welligen Muster auf den Dünen. Bei so einer malerischen Landschaft ist es einfach schöne Fotos zu knipsen. Zum Abendessen genießen wir die frischen Eier aus der einst belebten Wüstenstadt und haben noch die freilaufenden Hühner und den Mann am Brunnen vor Augen.

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Die erste Begegnung am darauffolgenden Tages ist mit einer besonders wichtigen Kuh. Sie hat schon einige Jahre auf dem Buckel und erfüllt eine bedeutende Aufgabe. In ihrem Geschirr läuft sie vor und zurück und ist somit die tierische Pumpe, die das Wasser hochholt, um die Felder zu Bewässern.

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Um die Karawansereien stehen die Obstgärten in voller Blüte. Verwitterte Mauern und schmale Bewässerungskanäle trennen die Gärten voneinander. Wir bedienen uns an den weißen Maulbeeren, die von den Zweigen der Obstbäume hängen. Es schmeckt nicht nur uns – ganze Scharen von Schmetterlingen schwirren in der warmen Sommerluft.

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Es ist die Jahreszeit der Wassermelonen. In Varzaneh angekommen erstehen wir einige große Früchte bei einem Straßenhändler. Bezahlt wird mit Kreditkarte. Im Iran ist das selbst bei Cent-Beträgen gang und gäbe. Die Geheimzahl geben viele Iraner beim Bezahlen nicht selbst ins Kartengerät selbst ein, sondern sagen sie vertrauensvoll dem Verkäufer weiter, der sie kurzerhand eintippt.

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Die schneebedeckten Gipfel des Zagros Gebirges locken weiter in Richtung Isfahan. Je höher wir uns in die Berge schlängeln, desto kühler wird es. Die höchsten Spitzen des Gebirges ragen hier über 4500 Meter auf.

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Wir erreichen das kleine Bergdorf Khafr. Ein junger Mann führt durch sein ruhiges und noch sehr traditionelles Heimatdorf. Die einzigen Besucher hier sind Iraner, die in Häusern von Einheimischen ihren Urlaub verbringen.

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Die schroffen Berge im Rücken durchwandern wir die mediterran anmutende Landschaft. Wir beschließen direkt: auf unseren nächsten Wanderreise werden wir dieses malerische Bergdorf wieder besuchen. 

Der Aufstieg geht weiter – hinauf in Richtung der schneebedeckten Viertausendern des Zagros-Gebirges zu den Nomaden des iranischen Hochlands.

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